Mit diesen Tipps werden deine Online-Kurse zum Selbstläufer

Nach vielen erfolgreichen Online-Kursen teilen unsere Kunden viele nützliche Tipps und Tricks für erfolgreiches Live-Streaming. Bei der Durchführung deiner Online-Kurse gibt es ein paar Punkte zu beachten. Dazu zählen unter…

Donnerstag,   |   Geschätzte Lesedauer: 8 Minuten

Nach vielen erfolgreichen Online-Kursen teilen unsere Kunden viele nützliche Tipps und Tricks für erfolgreiches Live-Streaming. Bei der Durchführung deiner Online-Kurse gibt es ein paar Punkte zu beachten. Dazu zählen unter anderem klare Rahmenbedingungen, eine gute Struktur sowie die persönliche Interaktion mit den Teilnehmern. Wir haben ein paar wichtige Tipps ausführlich für dich zusammengefasst, damit du und deine Kunden davon profitieren können.

1. Die Struktur deines Kurses

Bevor du deinen Kurs startest, solltest du dir Gedanken über die Struktur deines Kurses machen. Eine wiederkehrende Routine schafft bei deinen Teilnehmern Vertrauen, gibt es ein gemeinsames Warm-Up und einen Cool-Down am Anfang und Ende deines Kurses? Du könntest zum Beispiel verschiedene Blöcke aufeinander aufbauen, wie zum Beispiel Techniktraining vor einem Ausdauertraining. Innerhalb der einzelnen Blöcken solltest du darauf achten, dass du die Übungen mit Variationen für verschiedene Fähigkeits-Levels anbietest und die Übungen logisch aufeinander aufbauen – sowohl hinsichtlich der Muskelgruppen als auch des Schwierigkeitsgrades. Achte darauf keine allzu großen Schritte zu machen, sodass deine Teilnehmern nicht den Faden verlieren.

2. Interagiere und gebe Feedback

Durch die Online-Formate kann es an Feedback zur Trainingsausführung und der individuellen Betreuung mangeln. Da diese Merkmale oft sehr vom Trainern abhängig sind, ist es enorm wichtig diese beizubehalten, denn deine Teilnehmer kommen hauptsächlich wegen des Trainers zum Kurs! Du hast zwei Möglichkeiten diesem Verlust entgegenzuwirken:

1. Arbeitet zu zweit! Während eine Person vor der Kamera die Übungen demonstriert und Anweisungen gibt, kann eine zweite Person die Teilnehmer überwachen und Korrekturen geben. Achtung: die zweite Person sollte davon absehen Feedback oder Korrekturen über den Chat zu schicken. Dadurch wird zwar die Kurse Atmosphäre nicht gestört, jedoch wird ein übender Teilnehmer kaum bei jeder Nachricht im Chat aufzustehen um zu schauen, ob die Nachricht an ihn gerichtet war. Gib Anweisungen gerne über das Mikrofon! Dadurch wissen deine Teilnehmer direkt, dass sie gemeint sind und können die Ausführung der Übung noch im selben Moment verbessern. Hast du niemanden der dir helfen kann, dann brauchst du dir keine Sorgen zu machen!

2. Arbeite mit mehr als nur einem Bildschirm! Wer sagt, dass du dich nicht mit mehr als einem Account in deinen eigenen Kurs einloggen darfst? Während du mit deinem Hauptaccount den Kurs streamst und das Gerät dafür taktisch klug platziert hast, kannst du dich ganz einfach auf deinem Tablet oder Smartphone auch in deinen Kurs einloggen. Lege das Tablet/Smartphone einfach in greifweite deiner Matte bzw. deines Standortes. Dadurch kannst du, während deine Teilnehmer die Übungen fleißig ausführen, diese ganz schnell verbessern, während du womöglich selbst noch Übungen machst. Dadurch hast du quasi eine Win-Win Situation. Alle Teilnehmer können dich sehen während du die Übungen ausführst und bekommen gleichzeitig Feedback über die Ausführung der Übung. Diese Option kannst du selbstverständlich auch nutzen, wenn ihr zu zweit arbeitet. In der Tat nutzen viele unserer Kunden diese Art der individuellen Betreuung.

3. Die Musik machts

Motivierende Musik ist oftmals mit das Wichtigste bei intensiven Trainingseinheiten. Ohne Musik macht das Ganze nur halb so viel Spaß. Die einfachste Lösung ist natürlich, dass du als Trainer die Musik deiner Wahl abspielst und somit alle Teilnehmer die gleiche Musik hören können. Deine Musik ist oftmals auf das Workout von dir abgestimmt. Trotzdem bringt diese Variante einige Probleme mit sich: 

  • – Die Qualität der Musik ist extrem schlecht und ist in ihrer Lautstärke begrenzt da sie mit deiner Stimme konkurriert
  • – Durch weitere Geräusche im Raum bist du als Trainer ohne Mikrofon noch viel schlechter zu verstehen

Diese Probleme kannst du ganz einfach vermeiden. Vermutlich sind deine Teilnehmer auf stumm geschaltet und können den Kurs dadurch nicht stören. Wieso sollten sie also nicht ihre eigene Musik anmachen? Der Vorteil hierbei ist, dass die Teilnehmer die Lautstärke selbst regulieren können, die Musikqualität gut ist und dass die Teilnehmer sogar ihre eigene Musik auswählen können. Natürlich hast du auch die Möglichkeit eine Playlist von YouTube oder Spotify an deine Teilnehmer zu versenden, falls deine Stunde nur mit deiner ausgewählten Musik machbar ist. Wichtig hierbei ist, dass du den Teilnehmern sagst, wann es losgeht. Du als Trainer musst deswegen aber nicht alle Übungen ohne Musik durchführen. Die Lösung sind Kopfhörer mit integriertem Mikrofon (z.B. AirPods). Dadurch kannst du selbst Musik hören, und deine Teilnehmer können deine Anweisungen durch das Mikrofon noch besser verstehen – und dadurch die Musik noch lauter drehen!

4. Hilfsmittel als Equipment

Übungen zuhause können nicht so effektiv sein wie mit Equipment in deinem Studio? Doch das können sie! Dazu musst du nur öfter um die Ecke denken und erfinderisch werden. Um das zu erreichen, kannst du eine Menge von Hilfsmittel mit in dein Workout einbeziehen, die wirklich jeder zuhause hat. 

Bücher: dicke oder alte Bücher hat wohl jeder irgendwo Zuhause rumliegen. Diese können vielfältig eingesetzt werden. Zum Beispiel als Ersatz eines Yoga Blocks. Du kannst ein Buch als Erhöhung nutzen und dich draufstellen um die Waden zu trainieren oder als “Gewicht” dass du halten musst. Übungen hier könnten eine nachgeahmte Brustpresse sein (das Buch zwischen beiden Händen gepresst und nach diagonal oben schieben) oder erschwerte Bauchübungen (Rückenlage, das Buch auf einer Seite zwischen Knie und Ellenbogen pressen und auf der anderen Seite Knie und Ellenbogen zusammenführen und öffnen).

Stühle oder Sofas: viele Übungen lassen sich ganz einfach durch Erhöhungen erschweren, egal ob durch Sofa, Tisch oder Stuhl. Übungen die perfekt dafür geeignet sind sind zum Beispiel Dips, erhöhte Liegestütze oder auch das Hüftheben. 

Handtücher: Handtücher sind selbstverständlich schon immer in deinem Training ein treuer Begleiter. Meistens werden sie als Unterlage oder zum abtrocknen deines Schweißes benutzt. Doch dabei können Handtücher noch viel mehr Funktionen erfüllen! Leg dein Handtuch auf dein Boden und nutze es als Grenze oder Linie für Side Jumps oder rolle dein Handtuch zusammen, nimm es zwischen beide Hände und halte es ordentlich auf Spannung. Diese isometrische Kraftübung kann bei unzähligen Übungen mit eingebaut werden, egal ob Kniebeugen, Ausfallschritte oder Laufen auf der Stelle. Ein weiterer guter Insidertipp ist das Handtuch mit in den Raum einzubauen. Gehe an eine Tür und wickele es so um die Türgriffe das beide Enden in Richtung Raum zeigen. Nun kannst du dich an dem Handtuch in einer Schräglage festhalten und mit deinem Körpergewicht dich heranziehen, dies ist eine tolle Ersatzübung für das Rudern. Des Weiteren kannst du mit dem Handtuch auch viele Gleitübungen auf dem Boden machen. 

Kissen: du bringst gerne Gleichgewichtsübungen mit in dein Training ein? Propriozeptives Training ist perfekt um die Tiefenmuskulatur zu trainieren. Das ist die Muskulatur, die man nicht direkt ansteuern kann. Um deine Übungen zu erschweren, kannst du ein Kissen oder auch eine Decke als Untergrund nutzen.

Wasserflaschen: eventuell haben ein paar deiner Teilnehmer sogar Gewichte zuhause, falls nicht sind Wasserflaschen die perfekte Alternative. Wasserflaschen mögen zwar nicht das schwerste Gewicht mit sich bringen, sind jedoch perfekt geeignet um Übungen zu erschweren. Dieses Hilfsmittel kannst du bei allen erdenklichen Übungen mit einbeziehen, die du sonst mit einem Gewicht durchführst. 

Zehn weitere Tipps, die deinen Online-Kurs zum Selbstläufer machen:

1. Erstelle ein Zeitlimit für die letzte Buchung! Stelle sicher, dass deine letzte Buchung z.B. eine halbe Stunde vor Kursbeginn möglich ist. Dadurch kannst du sicherstellen, dass all deinen Teilnehmern eine Mail mit dem Link zum Video und den wichtigsten Informationen zum Kurs bekommen. Lies hier nach wie du einen Buchungszeitraum erstellst und hier wie du deinen Streaming Link in unsere Software einfügen kannst.

2. Wenn du die Möglichkeit hast, kannst du alle Teilnehmer mit ihrem Namen begrüßen. So machst du deinen Kurse persönlicher.. Außerdem kannst du auf diesem Weg die Anwesenheit checken ;-).

3. Gib deinen Teilnehmern die Information sich auf stumm zu stellen, bevor sie den Kursraum betreten. Diese Information kannst du auch schon per Mail mitgeben.

4. Es mag für viele vielleicht selbstverständlich sein, dennoch können deine Teilnehmern Übungen besser nachmachen, wenn sie sie sehen können. Wenn du nur Anweisungen geben möchtest, kannst du jemanden Fragen, der die Übungen für deinen Online-Kurs vormacht.

5. Ignoriere niemals deine Teilnehmer! Du kannst öfter während längeren Übungen zum Bildschirm wechseln um deine Teilnehmer zu beobachten und ggf. zu verbessern. Dafür müssen die Teilnehmer auch darauf achten, dass sie immer im Bild sind.

6. Wenn du die Möglichkeit hast, bitte ein Kollege oder einen anderen Trainer darum den Bildschirm und die Teilnehmer zu beobachten. Auf diesem Weg können Fragen unverzüglich beantwortet werden, ohne den Kurs stoppen zu müssen.

7. Sammele Feedback! Am Ende deines Kurses solltest du ein paar Minuten investieren, um Feedback von deinen Teilnehmern zu sammeln. Da Online-Kurse ein relativ neues Konzept sind, gibt es bestimmt immer etwas zu verbessern!

8. Wenn du einen Social Media Account hast, sag deinen Teilnehmer dass du dich über eine Markierung  z.B. in Instagram Stories sehr freuen würdest. Auf diesem Weg kannst du schnell neue Kunden gewinnen!

9. Es ist kinderleicht online neue Kunden zu gewinnen! Du kannst zum Beispiel über eine Probestunde nachdenken, deinen bestehenden Mitgliedern eine kostenlose Stunde schenken wenn ein Freund von ihnen einen Kurs bucht oder auf den sozialen Medien Werbung betreiben.

10. Sei kreativ und erfinde komplett neue Konzepte. Deine Teilnehmer wird es freuen, wenn sie jede woche etwas Abwechslung haben. Du kannst zum Beispiel dein Fokus für jede Stunde auf andere Körperteile legen, dadurch wiederholst du nicht ständig die gleichen Übungen. 

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