So machst du dein Studio fit für die Wiedereröffnung

Aller Voraussicht nach plant Nordrhein-Westfalen eine schrittweise Öffnung der Fitnessstudios zum 11. Mai. Es wird also eine Zeit nach der Krise geben. Hier möchten wir dir wertvolle Hinweise darauf geben,…

Mittwoch,   |   Geschätzte Lesedauer: 7 Minuten

Aller Voraussicht nach plant Nordrhein-Westfalen eine schrittweise Öffnung der Fitnessstudios zum 11. Mai. Es wird also eine Zeit nach der Krise geben. Hier möchten wir dir wertvolle Hinweise darauf geben, wie du dein Studio auf eine schrittweise Öffnung am besten vorbereiten kannst.

Achte darauf, dass genügend Abstand eingehalten werden kann

Das Abstandsgebot wird uns noch eine geraume Zeit in unserem sozialen Leben begleiten. Unabhängig davon, was der Gesetzgeber entscheidet, wird es deshalb wichtig sein, dass nicht zu viele Kunden gleichzeitig in deinem Studio sind. Im Folgenden erklären wir dir, wie du einen Sicherheitsabstand, sowie alle nötigen Maßnahmen, in einem Fitnessstudio und in einem Kursstudio einhalten kannst. 

Wenn du ein Fitnessstudio betreibst, könntest du wie folgt vorgehen: 

1. Berechne die Fläche deines Studios, denn auf 10qm sollte maximal nur ein Kunde erlaubt sein (Richtlinie des DIFG). Teile deshalb deine Gesamtfläche durch 10qm, um die maximale Zahl an Kunden in deinem Studio zu ermitteln. Hat dein Studio 160qm? Dann sind maximal 16 Kunden erlaubt. Eine Erklärung für diese Zahl findest du in der Grafik weiter unten.

2. Um eine maximale Kundenzahl zu realisieren solltest du zuerst überlegen, wieviel Zeit deine Kunden durchschnittlich bei dir im Studio verbringen (z.B. 75 Minuten). Am besten rechnest du hier nochmal 15 Minuten Übergangszeit hinzu (90 Minuten). Diesen Zeitblock kannst du nun gleichmäßig auf den Tag aufteilen (z.B. 8:30 – 10:00, 10:15 – 11:45, usw.). Limitiere nun die Zahl für jeden Block auf die Maximalzahl der Kunden, die du bereits in Punkt eins errechnet hast. Achtung: Achte darauf, zwischen deinen Blöcken Pausen einzubauen. Somit umgehst du, dass sich deine Kunden vor dem Studio während des Ein- und Auscheckens sammeln und kannst gleichzeitig dein Geräte und Flächen säubern. Unten findest du dazu mehr Informationen.

3. Im Falle einer Infektion, ist es besonders wichtig, alle möglichen Kontaktpersonen dieser Infektionskette ermitteln zu können. Deshalb solltest du sicher gehen, dass du die vollständigen Kontaktdaten deiner Besucher hast (Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Anschrift, usw.)

4. Benutze ein Buchungssystem, um sicherzustellen, dass erstens nur angemeldete Leute in deinem Studio sind und zweitens die Zahl der Kunden die Maximalzahl nicht überschreitet. 

Wenn du ein Kursstudio betreibst, könntest du zum Beispiel so vorgehen:

1. Berechne die Fläche deines Kursraumes, denn auf 8qm ist maximal nur ein Kunde erlaubt (Richtlinie des DIFG). Teile deshalb deine Gesamtfläche durch 8qm, um die maximale Zahl an Kunden in deinem Kursraum zu ermitteln. Hat dein Raum 160qm? Dann sind maximal 20 Kunden erlaubt.

2. Limitiere nun die Zahl für jeden Kurs auf die Maximalzahl der Kunden, die du bereits in dem Punkt davor errechnet hast.

3. Im Falle einer Infektion, ist es besonders wichtig, alle möglichen Kontaktpersonen dieser Infektionskette ermitteln zu können. Deshalb solltest du sicher gehen, dass du die vollständigen Kontaktdaten deiner Besucher hast (Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Anschrift, usw.)

4. Mache die Voranmeldung zu deinen Kursen verpflichtend, um sicherzugehen, dass dein Studio und deine Kurse die Maximalzahl der Kunden nicht überschreitet.

Wichtige Informationen zur Flächenbeschränkung: Unsere Berechnung stellt nur eine Empfehlung für dein Studio dar. Die tatsächlichen Richtlinien sind abhängig vom jeweiligen Bundesland. Die maximale Flächenbeschränkung in Nordrhein-Westfalen beträgt 7qm pro Person – dies stellt jedoch nur einen Mindestwert dar. Wie empfehlen, wie der DIFG (Deutscher Industrieverband für Fitness und Gesundheit) auf keinen Fall unter 10qm zu gehen, da sich deine Kunden noch frei im Raum umeinander bewegen können sollten. Die Gesundheit deiner Kunden sollte selbstverständlich an erster Stelle stehen.

Zeitblöcke

Hier siehst du das Prinzip der Zeitblöcke anhand von FitogramPro noch einmal verdeutlicht. Solltest du kein reines Kursstudio sein und auch freies Training anbieten, kannst du zusätzlich Veranstaltungen zum freien Training erstellen. Wie du eine Veranstaltung in FitogramPro erstellen kannst findest du hier. Bei der Erstellung solltest du beachten, dass du die maximale Teilnehmerzahl individuell bezogen auf die Fläche deines Studios berücksichtigst (siehe oben). Zwischen deinen Trainingsblöcken für freies Training kannst du Termine zur Reinigung der Fläche und Geräte eintragen oder einfach frei lassen – stelle hier sicher, dass du bei Reinigungsterminen 0 Plätze angibst, damit niemand diesen Termin buchen kann (ausgebucht).

Deine Kunden können dank FitogramPro schnell und einfach ihre Trainingszeit buchen, ohne jeglichen Mehraufwand für dich. Du siehst automatisch in deinem System, wer welche Zeit gebucht hat und wie viele Teilnehmer kommen. Hier ein Beispiel wie dein Kurskalender aussehen könnte:

Das optimale Ein- und Auschecken

Wie oben schon erwähnt, ist es wichtig sicherzustellen, dass sich deine Kunden während des Ein- und Auscheckens nicht begegnen. Dies kannst du realisieren, indem du zwischen den verschiedenen Trainingsblöcken eine kurze Pause von ca. 30 Minuten einbaust. Diese kannst du durch nicht buchbare Zeitblöcke in FitogramPro realisieren. Dadurch ist ein gleichzeitiges Ein- und Auschecken so gut wie ausgeschlossen und du kannst die Pause nutzen, um deine Geräte zu säubern. Außerdem solltest du dir ein Zeitfenster zurückhalten, das für das Ein- bzw. Auschecken während der gesamten Trainingszeit reserviert ist. Gerade wenn Abstand gehalten werden muss, wird der Prozess vermutlich etwas länger dauern. Um deinen Mitgliedern eine Hilfe zu geben um den Abstand einzuhalten, kannst du vor deinem Empfang Zonen kennzeichnen, in denen sich je nur ein Kunde befinden darf oder du kannst durch Absperrmaßnahmen den Zugang regeln. Eine weitere Möglichkeit um das Infektionsrisiko während des Ein- und Auscheckens zu minimieren sind Plexiglasscheiben an der Theke.

Stelle sicher, dass du weißt, wer wann da war

Informationen über deine Kunden spielen besonders in dieser Zeit eine zentrale Rolle. Sollte jemand aus deinem Studio im Nachhinein positiv getestet werden, ist es wichtig, dass die Infektionskette genauestens nachvollziehbar ist. Das bedeutet, dass alle Menschen ermittelt werden können, mit dem der Infizierte möglichen Kontakt hatte. 

1. Teile deinen Kunden mit, dass ein Training nur mit einer vorherigen Buchung bzw. Reservierung und in einem bestimmten Zeitfenster möglich ist. Nur dadurch kannst du sicherstellen, dass die Maximalzahl in deinem Studio nicht überschritten wird. 

2. Gehe sicher, dass du die vollständigen Kontaktdaten von all deinen Kunden hast, bevor diese dein Studio betreten bzw. ihr Training beginnen.. Die beinhaltet unter anderem die Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Anschrift, usw. 

3. Notiere dir, welcher Kunde wann da war. Eine enorme Erleichterung bei dieser Aufgabe ist zum Beispiel ein Reservierungs- und Buchungssystem wie FitogramPro. Dadurch wird automatisch jeder Kunde aufgezeichnet, der ein bestimmtes Zeitfenster gebucht hat. Somit bleibt dir ein händisches notieren und aufzeichnen deiner Kunden erspart. 

Gewährleiste, dass das Infektionsrisiko minimiert wird

Um das Infektionsrisiko zu minimieren, gibt es ein paar Grundsätze die jedes Studio beachten sollte. Diese Ratschläge sind in Absprache mit unserem Betriebsmediziner entstanden. Sie ersetzen aber nicht die fachgerechte Beratung durch das Gesundheitsamt oder deinen eigenen Betriebsarzt.

1. Informiere auf deiner Homepage über deine Hygienestandards und halte diese ein (wie oft desinfizierst du, wie weißt du deine Mitarbeiter an, usw.) so schaffst du Vertrauen

2. Bitte deine Kunden, Mund- und Nasenschutz zu tragen oder mache es verpflichtend

3. Stelle sicher, dass deine Kunden bei Krankheitsanzeichen zuhause bleiben

4. Stelle sicher, dass deine Kunden keinen Kontakt mit einer positiv getesteten Person in den letzten 14 Tagen hatten (durch Selbstauskunft)

5. Lüfte deine Räume regelmäßig und prüfe deine raumlufttechnischen Anlagen

6. Reinige beanspruchte Flächen und Geräte (Theke, Matten, Türklinken) regelmäßig mit Flächendesinfektionsmittel 

7. Stelle Händedesinfektionsmittel für deine Kunden am Eingang deines Studios bereit

8. Weise deine Mitarbeiter und Kunden darauf hin, Abstand zu halten, und unnötige Berührungen zu vermeiden (mind. 1,5m Abstand)

9. Kontrolliere die Verhaltens- und Abstandsregelungen durch ausreichend Mitarbeiter

10. Passe dein Angebot an (keine hochintensive Belastungen erlauben)

11. Erlaube keine Gruppenbildung und Partnerübungen 

12. Schließe hygienesensibler Studiobereiche wie Dusche, Umkleiden, Gastronomie, Getränkespender, Sauna und Schwimmbad

13. Stelle kein Equipment zur Verfügung, welches schlecht desinfizierbar ist (Matten, Gymnastik Bänder, etc.)

Zusammenfassung

Um die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen in deinem Studio für eine Wiedereröffnung zu gewährleisten, gibt es drei Bereiche die du beachten solltest. Als erstes geht es darum, die maximale Anzahl deiner Kunden zu begrenzen, diese bezieht sich in der Regel auf die Flächengröße deines Studios. Als zweites musst du sicherstellen, dass du die Informationen von all deinen Kunden stets griffbereit hast. Du musst genau wissen, wer wann mit wem zu welcher Zeit trainiert hat, um eine Nachverfolgung der Infektionskette auf Anfrage zu erleichtern und mögliche Infektionsketten dadurch zu unterbrechen. Zu guter letzt solltest du eine paar Grundregeln bezüglich der Hygiene beachten, um das Infektionsrisiko in deinem Studio so gering wie möglich zu halten.

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Quellen:
– Maßnahmen zur geordneten Wiederinbetriebnahme der Fitnessinfrastruktur des Deutschen Industrieverbands für Fitness und Gesundheit (DIFG)
Sars-Cov-2 Arbeitsschutzstandard
Infoblatt für Arbeitgeber der BZgA
Hygiene- und Infektionsschutzstandards in NRW

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